Viele der Schrtaubenlöcher an den vorderen Kotflügeln und auch das eine Loch unten an den Türblättern sind an der innenseite aufgerissen/gebrochen. Diese aufgerissenen Stege der oftmals der Beginn der Risse auf der Außenseite des Befestigungsloches, die sich dann schnell in den sichbaren Bereich neben der Motorhaube ausbreiten.
Da diese Stege nur 5 bzw. 7mm breit sind lassen sie sich nicht durch kleben reparieren, weil die Klebeflächen einfach zu klein sind um eine einigermaßen brauchbare Stabilität der Klebeverbidung zu gewährleisten.
Ich habe deshalb vor einiger Zeit schon mal einen Einsatz aus dem Material eines mehrfach zerbrochenen Unfall-Kotflügels einen solchen Einsatz gefertigt. An den gebrochenen Schraublöchern wurden dann diese Einsätze ein"geschweißt"/eingeschmolzen. Vorher-/nachher-Bilder von der ersten Reparatur mit diesem Verfahren findet Ihr auf der Seite
Reparatur von Kunststoffteilen
Die Produktbilder oben zeigen den Ablauf einer solchen Reparatur(Anzeichnen und herstellen des Ausschnitts, Einschmelzen des Einsatzes, Nachbearbeitung der "Schweißnaht", fertiggestellte Reparatur)
Durch den Verlauf der Drucklinien bekommen die gedruckten Teile eine sehr hohe Zugfestigkeit (siehe Bild unten) und die relativ großen/langen schrägen Verbidungsflächen bieten selbst dann eine hohe Festigkeit, wenn das Verschmelzen mal nicht 100%ig gelingt. Die Teile selbst sind etwa 50mm breit, geliefert werden drei Einsätze mit einem 5mm dicken Steg für die vorderen drei Schraublöcher und ein Einsatz mit einem 7mm breiten Steg für das hintere Schraubenloch (vor der Windschutzscheibe) und natürlich eine detaillierte Anleitung für diese Reparatur.
Die Einsätze selbst bestehen aus den selben Materialbestandteilen wie die Thermoplastteile des Z1 und sind im 3D-Druckverfahren hergestellt was eine gute Verschmelzbarkeit garantiert. Sie sind wahlweise aus dem reinen Material oder aus der, mit Carbonfasern verstärkten Variante erhältlich. Beide Materialien lassen sich gut verschmelzen. Die Nachbearbeitung der faserverstärkten Teile ist jedoch etwas mühsamer, da die Carbonfasern doch einen spübar größeren Widerstand gegen Schleifmittel leisten.
Kurze Erklärung der Faserstärkung beim 3D-Druck.Materialien:
Faserverstärkte Druckmaterialien enthalten winzig kleine Fasern des verstärkenden Materials, die dem gedruckten Teil u.A. eine höhere (Zug-)Festigkeit, Härte und eine etwas höhere Temperaturbeständigkeit gibt. Sie sind vor das bloße auge unsichbar und geben dem gedruckten Teil jedoch eine matte Oberfläche.